Anscheinend hat Volker Perthes die RAND-Studie gelesen. In seinem Artikel auf zeit.de macht er einige Vorschläge, wie die Krise um das iranische Atomprogramm zu lösen wäre, die der RAND-Studie sehr ähnlich sind. Ich muss sagen, dass ich die Punkte von Perthes und RAND nur unterstützen kann. Es ist noch sehr viel Luft für eine diplomatische Lösung vorhanden und es ist nicht unbedingt förderlich, den Druck auf den Iran mit unverhohlenen Angriffsankündigungen zu erhöhen. Dies wird im Iran den Wunsch nach Sicherheit und damit einhergehend nach eigenen Atomwaffen nur erhöhen. Da beißt sich dann die Katze in den eigenen Schwanz. (mehr…)
Juli 11, 2008
Im Guardian schreibt Ian Black, dass die Nachbarstaaten des Irans über das Atomprogramm beunruhigt seien. Sie fürchten sich anscheinend sowohl vor einer militärischen Eskalation in dem Konflikt mit Israel und den USA, als auch vor möglichen Umweltkatastrophen, die durch Unfälle in Atomkraftwerken, auftreten könnten. Mehrere Hauptstädte in den Nachbarstaaten liegen z.B. näher an dem Atomkraftwerk Bushehr, als die iranische Hauptstadt Teheran.
Ich kann die Analyse nur weiterempfehlen. Sie beschreibt die Situation, in der sich die Nachbarstaaten befinden, sehr anschaulich. Und sie zeigt, wie schwierig es für die Staaten in der Region ist, sich in diesem Konflikt richtig zu verhalten, bzw. sich dort heraus zu halten.
Juli 11, 2008
Die iranische Nachrichten Agentur IRNA meldet, dass Javier Solana, Außenbeauftragter der EU, am 19. Juli wieder Gespräche über das iranische Atomprogramm führen wird. Das Treffen soll in Genf stattfinden. Der Termin wurde jedoch bisher nicht offiziell von Solanas Büro bestätigt.
Bei dem Treffen dürfte es in erster Linie um die Antwort des Irans auf ein Angebotspacket der Sechser-Gruppe gehen. Einzelheiten zu dieser Antwort sind bisher nicht bekannt geworden, außer, dass der Iran anscheinend an der Urananreicherung festhalten will. Eine Kernforderung der Sechser-Gruppe war jedoch die Aufgabe der Urananreicherung.
Juli 11, 2008