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Diskussionen um israelischen Angriff

Am Wochenende wurde auf verschiedenen Ebenen ein möglicher israelischer Angriff auf iranische Atomanlagen diskutiert.

Am Freitag warnte der französische Präsident Nicolas Sakozy die Staatschefs von Syrien, Katar und der Türkei vor einem solchen Schritt Israels. Teheran würde eine „Katastrophe“ risikieren, wenn es im Streit um das Atomprogramm nicht einlenke. Die Zeitung Liberation berichtet, dass durch einen „technischen Fehler“ Journalisten „einen Teil von Sarkozys Äußerungen“ in der Runde (mehr…)

Add comment September 8, 2008

Daily Mail: Israel ist angriffsbereit

Die israelische Tageszeitung Maariv schreibt, dass Israel die iranischen Atomanlagen angreifen werde, „falls das Regime der Ayatollahs nicht im nächsten Jahr gestürzt wird, falls die Amerikaner nicht militärisch eingreifen und falls internationale Sanktionen nicht den iranischen Nuklear-Plan zunichte machen“ würden. Dann müsse Israel „mit Nachdruck“ reagieren. Auch seien in Israel Vorbereitungen (mehr…)

Add comment August 31, 2008

Gerücht: Angriff auf den Iran noch unter Bush

In der Türkei wird im Moment über einen Angriff auf den Iran noch in der Amtszeit von US-Präsident George W. Bush spekuliert. Hürriyet beruft sich auf einen türkischen Amerika-Korrespondenten, der einen Stimmungsumschwung für einen Militärschlag gegen das iranische Atomprogramm in den USA ausgemacht haben will. Die USA hätten die Türkei vorgewarnt, dass ein Militärschlag noch während des Präsidentschaftswahlkampfes in den USA möglich sei. Daraufhin hätte die türkische Regierung den iranischen Präsidenten Ahmadinedschad nach Ankara eingeladen, um ihn zu warnen. (mehr…)

Add comment August 20, 2008

USA geben Israel „gelbes Licht“ für einen Angriff

Der US-Präsident George W. Bush hat laut verschiedener Medienberichten Israel „gelbes Licht“ (amber light) für einen Angriff auf den Iran gegeben. Ein Pentagon-Mitarbeiter dazu: „Amber means get on with your preparations, stand by for immediate attack and tell us when you’re ready.“

Gemeint ist damit, dass Israel freie Hand für einen Angriff auf den Iran hat, die USA allerdings erstmal nicht selber einschreiten wollen (wobei dies in einem Angriffsfall schnell geschehen kann, A.d.R.). So soll Israel nicht einmal das Recht haben, amerikanische Militärstützpunkte im Irak für die eigene Kriegslogistik nutzen zu dürfen. Vorraussetzung für einen Militärschlag sei aber, dass die Verhandlungen mit dem Iran um das Atomprogramm gescheitert sind. (mehr…)

1 comment Juli 14, 2008

Bolten: Israel wird den Iran nach den US-Präsidentschaftswahlen angreifen

Der ehemalige UN-Botschafter der USA, John Bolten, sagte in einem Interview mit dem Telegraph voraus, dass Israel den Iran nach den US-Präsidentschaftswahlen, aber noch vor der Amtseinführung des neuen Präsidenten, angreifen wird. 

„They’re (die Israelis) also obviously looking at the American election calendar. My judgement is they would not want to do anything before our election because there’s no telling what impact it could have on the election.“

Aber noch länger zu warten könne sich eventuell ebenso unvorteilhaft auswirken, da nicht klar sei, wie sich der neue Präsident im Konflikt mit dem Iran verhalten werde.

Bolten, der den republikanischen Kandidaten McCain unterstützt, unterließ es in dem Interview auch nicht, darauf aufmerksam zu machen, dass seiner Meinung nach McCain die bessere Außenpolitik machen werde. McCains Linie ist im Moment, dass ein Angriff immer noch besser sei, als ein Iran mit Atomwaffen.

Der Artikel endet mit Boltens Feststellung:

„That (die Zerstörung der iranischen Atomanlagen) doesn’t end the problem but it buys time during which a more permanent solution might be found…. How long? That would be hard to say. Depends on the extent of the destruction.“

Kommentar:

Der Aussage, dass ein Angriff auf den Iran das Problem nicht löst, kann ich uneingeschränkt zustimmen. Und gerade weil dieser Fall sehr wahrscheinlich ist, sollte man alles an eine diplomatische Lösung setzen und nicht, wie es Bolten für gutheißt, einen Angriff starten, nur um Zeit zu gewinnen. Was ist dabei gewonnen, wenn man ein paar Jahre nach einem Angriff -womöglich mit zivilen Opfern- wieder am gleichen Punkt angekommen ist wie jetzt? Der Iran würde es sich mit Sicherheit nicht einfach gefallen lassen, dass man seine Atomanlagen zerstört. Egal wie massiv er dann darauf reagiert: Die gesamte Region wird für eine militärische Intervention einen sehr hohen Preis bezahlen müssen. Ob ein Gewinn an Zeit dieses Risiko wert ist, wage ich zu bezweifeln.

Wir brauchen in diesem Konflikt also eine andere Lösung, eine diplomatische Lösung. Und das es so scheint, als würden einige Israelis und Amerikaner mehr mit Angriffsplänen, als mit diplomatischen Initiativen sich beschäftigen, verheißt nichts gutes. 

 

Nachtrag 26.6.08:

Kristin Roberts von Reuters schreibt, dass „a U.S. military strike on Iran’s nuclear facilities could set Tehran’s program back years but would raise the risk of retaliation against American troops in the region and of driving Iran to work even harder to make atomic weapons, U.S. experts and officials say.“ Dies widerspricht noch einmal der Darstellung Boltens, dass es eine gute Idee wäre, die iranischen Atomanlagen zu zerstören, um damit Zeit zu gewinnen. Außerdem bin ich der Meinung, dass dies meine Ansicht stützt, dass es eine dauerhafte Lösung des Konfliktes nur mit diplomatischen Mitteln geben kann.

2 comments Juni 24, 2008

Al-Kibar-Reaktor wird untersucht

Gestern reiste eine 4-köpfige Delegation der IAEO nach Syrien, um den Al-Kibar-Reaktor, den Israel laut verschiedener Medienberichten im September 2007 zerstörte, zu untersuchen. Es soll geklärt werden, welchen Nutzen der Reaktor hatte. Das etwas Interessantes bei dieser IAEO-Untersuchung heraus kommt, darf bezweifelt werden. Syrien hatte bisher der IAEO-Delegation eine Einreise untersagt, doch nun -ein 3/4 später-  doch noch gestattet. Dies dürfte für Syrien mehr als genug Zeit gewesen sein, um irgendwelche unliebsamen Beweisstücke zu beseitigen.

Bilder des Al-Kibar-Reaktors gibt es bei der BBC.

Add comment Juni 23, 2008

Israel probt Angriff auf Bodenziele

AP berichtet, dass Anfang dieses Monats Israel zusammen mit Griechenland ein militärisches Manöver auf Kreta durchführte, bei dem vor allem der Angriff auf Bodenziele geprobt worden sei. Insgesamt sollen dabei 100 Kampfflugzeuge der Typen F-15 und F-16 eingesetzt worden sein. AP beruft sich auf Pentagon-Mitarbeiter, die jedoch nicht namentlich erwähnt werden möchten. The New York Times hat laut AP am Freitag berichtet, dass die israelischen Kampfflugzeuge eine Distanz von mehr als 900 Meilen zurück gelegt haben. Dies ist ca. die Entfernung von Israel zur iranische Atomanlage Natanz.

Dieses Manöver wird als Vorbereitung für einen Angriff auf iranische Atomanlagen oder als eine Demonstration der militärischen Stärke gewertet. Die israelische Regierung hat die Aktion bisher weder bestätigt noch dementiert.

Diesen Bericht kann man eventuell als weiteres Indiz für meine These werten, dass sich Israel auf einen Militärschlag gegen den Iran vorbereitet. Siehe Artikel vom 19.6.2008

 

Nachtrag::21/06/2008

Verschiedene Stimmen haben sich kritisch über die Glaubwürdigkeit der Meldungen über das Militärmanöver geäußert. Hier nun im Folgenden die Kritikpunkte:

  • Die geprobte Flugdistanz der Kampfjets betrug in etwa 900 Meilen und damit in etwa die Distanz zwischen Israel und der iranischen Atomanlage Natanz. Allerdings müssten die Jets in einem Kampfeinsatz die doppelte Flugdistanz zurücklegen, da sie ja zu ihrer Basis zurückkehren müssten.
  • Verschiedene US-Dokumente (sofern man denen glauben kann) nennen vor allem mögliche unterirdische Atomanlagen, die nur sehr schwer mit einem Luftangriff zerstört werden könnten. Natanz ist laut einiger Experten für die Israelis sowieso zweitrangig, da dort laut US-Informationen nur Uran angereichert wird.
  • Es ist seltsam, dass die Angaben über das Militärmanöver aus dem Pentagon kamen. Man vermutet deshalb, dass diese Informationen in Absprache mit Israel gezielt der Presse zugespielt wurden. Dadurch ergibt sich, dass das eigentliche Ziel der Aktion die amerikanische Öffentlichkeit war. Eventuell hoffen die USA und Israel so die AmerikanerInnen auf einen Krieg gegen den Iran vorbereiten zu können und Stimmung gegen den Iran machen zu können. Die amerikanischen Medien werteten das Manöver als vollen Erfolg. Dies könnte vielleicht das Vertrauen in Israel stärken.

 

1 comment Juni 20, 2008


Iranspot -- Aktuelle Informationen zum Konflikt um das iranische Atomprogramm.

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"Im Krieg ist die Wahrheit das erste Opfer." --Aischylos (525-456), griech. Dichter

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